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Weź go tak jak bierze się kobietę.

(DE) Michaelangelo. Der Mythos des Sieges oder der Niederlage?

 

Von den Trümmern der Vermutungen herausbringt sich zur Freiheit: eine richtige Verflechtung der im Stein verzauberten Bedeutungen und folgt ihm nach.

Die Rückwirkungen des Erfindungsgeistes.Die Erfindung,oder nur das

Zusammentreffen von Ereignissen? Aus dem Block der Vergehen gewinnt seine private Formgebung, sein privates Bild des Steines.

Der Stein ist hart, jedoch scheuer und unsicher. Ja,der Stein ist die Unsicherheit ,wie deine Wangen, blaß und unverständlich in ihrer Trauer. Kann der Stein zur Gesicht werden? Der Duft des Steines. Dieser Duft brachte ihn zum Ausdruck des Unausdruckvollen. Ausdrücken: die entsprechende Struktur wählen. Ausdruck geben-in der Luft schwebt immer noch der Duft des Steines,als ob er mit der Duft eigene Prädestination ordnet,als ob er mit der Temperatur seine Geschichte vorsagt.Deine,meine,unsere.Dieser,der die Geschichte des Steines kennenlernt,

erkennt die Geschichte von dessen was außerhalb der Welt da ist.”Ich möchte du

sein” rief der Stein zu ihm,und er zum Stein ” Ich möchte mindestens ein Tropfen deiner Kraft werden”.

Die Kraft war ihm bei der Schöpfung notwendig, beim Hauen der Steinblocke,um ein Bild werden lassen,damit die Form an Tageslicht kommt. Um die Hülle des Steines zu zerreißen, müßte er selbst zum Stein werden,der nur ein Stein ,kann einen Stein verstehen,nur ein Stein kann den Geist des Steines erkennen. Es ist eine Zeit,wo ich alle Steine der Welt zu Gast habe, ich habe sie zu Gast in mir selbst und dann die Augen meiner Finger schlüpfen die Lider zu und ernähren sich mit der Kälte, ernähren sich mit dem Schimmer,ernähren sich mit Träumen.

Aus diesem Schimmer bleibt immer etwas fürs Später. Etwas macht die Fingerspitzen auf immer empfindsam.Seine Finger waren unzärtlich,

aber in diesem Fehlen der Zärtlichkeit wuchs die Zärtlichkeit über die Maßen heran.Die Zeit war für ihn wichtig. Die Zeit die rinn,die Zeit ,

welche verschwindete:der Kampf der Inspiration mit der Zeit,die Kampf der Schöpfung mit der Vergänglichkeit.Nicht der Stein selbst,sondern der Raum stellt den Widerstand entgegen. Nicht der Stein verlangt nach Bildhauern, sonder der Raum . Der Raum ist jedesmal geformt,wenn der Meißel zum Stein sich nähert.Ist der Raum eine Leere ? Der Raum

kommt häufig als die Leere vor.Die riesenhaft gestaltene Leere ,in welcher man die Bewegung beginnen soll. Die Bewegung ist der Gedanke,die Inspiration,der Einfall,der Muster. Wer wem solle die Beständigkeit bewiesen:der Stein ihm, oder er dem Stein? Wer wem mehr notwendig gewesen war? Kein Rätsel ist ihm notwendig.Keine

Beweisung der Wahrheit.

Die Unendlichkeit und die Wahrheit ist seine Gebärde- das sich Nähern zum Stein. Alle Wendepunkte fassen und diese himmelhohe und monumentale Felsenperspektive umfassen können.

In dieser Gebärde enthält sich das ganze Wissen über die Schöpfung, das ganze Wissen über unfaßbarer Kraft der Kunst. Nur er kannte die empfindamste Punkte im Felsenstein, nur er verstand die Sprache,mit welcher die Steine sich verständigen.

Nur die Einsamkeit weiß zu Vergeben. In dieser Vergebung ist so ein Moment,welches die Geschehnisse als eine unwiderrufliche Weile empfindet. Die Bedrückten und die Bedrücker bilden eins ,als ob die Teilung an Gute und Böse eine namenslose Kraft verschlungen hatte. Die Einsamkeit- eben der Stein verlangt die Einsamkeit ,die Kunst will die Ausschießlichkeit an eigene Kaprizen und Launen haben. Manchmal fiel er unter der Last des Steines,aber Schöpfen ist ein Fallen und ein Aufstehen.

Aufstehen und Fallen.Eines existiert nicht ohne des Anderen.Zwischen dem Fallen und Aufstehen glimmerte in ihm immerhn die Sicherheit,dieses merkwürdige Gefühl von etwas Übermäßigen. Von den irgendwelchen unfaßbaren,ungenannten Kraft. Etwas,worüber er nicht zu denken wüßte.

Und was er immer gesucht hat, immer sich danach sehnte, zu dem er immer

hinwollte. Dieses namenslose und unfaßbare,welche sich in den Steinen wiederspiegelte, die auch namenslos sind. Deshalb hat er bildhauert, den die Form gab jedem Steinfelsen einen Namen, und namenslose blieb weiterhin namenslose.

Sicherlich dachte er nach, zu welcher Welt er angehört. Welche Welt wurde seine Intentionen und Gefühle enträtseln wissen. Denn der Stein kann eine Sendung aus anderer Welt werden.Eben der Stein und nicht die Erde ist der Knochen der Wirklichkeit. Aber es sind viele Wirklich-

keiten ;wer enträtselt,welche ist diese richtige ? Die Anbetung.

Die Bezauberung. Die Anbetung. Welche von diesen Weilenschimmer

würde seine Beziehungen mit der Schöpfung bestimmen ,um zu erschrecken, zu veranschaulichen, zu entblösen, um in dieser

erschreckenden Absicht des Vordringens zum Wesen des Lebens,

zum Wesen des Geistes, und endlich zum Wesen der Idee; eine reine Akte der Kunst. Wird die Gebärde immer richtig bemerkt? Wie soll man sich nicht soviel an Einbildungskraft, wie an Aufmerksamkeit berufen ?

Der Tastsinn. Es kann sein,daß es in dieser Kunst das Wichtigste ist .

Der Tastsinn. Bewußtes Bewegen an der Steinfläche,als ob der interne Feuer einen Ausgang finden könnte. Dieser Ausgang sind die Finger, diese Explosion sind die Fingerspitzen, dieses extatisches Vordringen zum Inneren ist die Begierde der Hände.Ich erkenne dich, wenn dich mein Tastsinn erkennt.Was ist eigentlich diese geheimnisvolle Erkennung? Das ist der Eingang an dieselbe Treppe, das ist Bewegen in derselben Richtung.Vielleicht der Weg ist aus dem Stein,dann die Füße erkennen diesr charakteristische Rhythmus des Steines, dann würden die Füße eine Sage, sie leisten einen Sprung von Unsicherem ins Sichere hinein.

Im Tastsinn kann man sich versinken,aber man kann auch darin ertrinken.Die gewaltsame Wirbel, welche die Hand bei der Berührung der Matterie antrifft . Die Beschwörung der Matterie,welche uns in die schwiegende Diener der Zärtlichkeit verändern können. Aber dienen bedeutet etwas mehr zu wissen.Bewußte und konsequente Bedürfniss des Dienens kann vielleicht das Wiederfinden einer Wissenschaft sein.

Einer Wissenschaft, welche versteckt ist, einer Wissenschaft welche nur den Auserwählten angehört. Wer gehört zu den Auserwählten? Und ob sie überhaupt existieren? Der Diener balanziert an der dünnen Grenze.

Die Dienerschaft kann sich nicht in die Sklaverei umwandeln lassen.

Der Sklave von Michelangelo ist eine Gestalt voller Kraft, bewußt dessen, daß er in der Kürze die Niederlage erleben wird, daß in der Kürze über ihn eine Strafe androhen wird.Aber die Stafe droht uns allen.

Das ist der Schatten, mit welchen wir uns nie trennen. Der Schatten, welcher über jede Erscheinung dominiert. Der Schatten, welcher die Ausstreuung veranschaulicht , die Vieldeutigkeit, die Vielhalt, und am Ende das Chaos. Obwohl manchmal geschieht, das etwas über die Welt und den Schatten wegräubt. Was dann? Sind wir dann stärker,um diesen wilden unbändigen Raum des Unverständnisses zu ertragen?

Der Sklawe befreit von dem Geschrei, befreit von der Angst, befreit von sich selbst ,streckt sich faul,abwesend, fern,als ob er zu weit entfernter Anlegestelle zugeflossen sei. Er zieht den Hemd aus,als ob er bis zur Ende sich entblößen wollte, und diese Situation bis zur Ende deuten will. Und es ist darin eine Umwendung.Diese, die ihn entblößen wollten, haben sich entblößt, und er, entblößte, oder der sich zu entblößen Versuchende ist immerhin verdeckt. Denn ob bei völligen Entblößung bleibt doch nicht dieser unenrätselhafte Raum des Geheimnisses da?

Diese Verdeckung ist der Schmerz, das Ringen mit eigenen Kräften, mit eigener Schwäche, mit der Krankheit dessen was umher umgibt. Er hat irgendwie sein Körper verlassen. Dieser gemarterte Körper wird zur Attrappe.

Ein schlauer Vorwand vor dem Erkennen dessen,was sein eigentliches Sein versteckt..Keiner nimmt an,daß dieser Sklave seit Langem in seinem Körper nicht mehr da ist,daß er in ihm nicht da sein kann, denn er würde sich nicht wie bei sich fühlen können ,er bricht also die Bände mit eigenem Körper und geht weg davon. Aber dies ist kein Weggehen ins Nichtsein oder die Vergessenheit. Dies ist eigentlich eine Expedition.Das Erblicken.Die wiederholte Probe der Reise.Die wiederholte Probe der Realisierng von einem geheimnissvollen Plan, über welchen nur dieser wußte, der ihn schöpfte, also der Bildhauer. Und er könnte sagen, oder an seiner Brust die Worte ritzen:

Wir beginnen unsere Ferne bezaubert mit der Nähe der nächsten Ferne.

Wir werden die Träne kosten die verändert sich in die Kenntniss der Sprache über der Alltagssprache

Ich ging nach dir, folgte dich von dem Verstecken erobernd

Anmutig ist dieses Nachfolgen nach dem Land aus dem Traum

Welche Temperatur habe die Hand des Michelangelo gehabt, als sie die Gotteshand in der Gebärde der Einwilligung gemalt hat, um der Mensch erschiene, um durch einen Menschen die Sinn der Welt zu akzeptieren. Die Bedeutungen müssen lesbar sein.Der Wind, an der Freskomalerei ist der Wind. Das Bewegende im Unbeweglichen zu fassen.Der Wind ist der Bote.Der Wind welches weithin über die Welt kommt und berührt uns mit etwas was außerirdisch ist. Mit etwas was schon geschehen ist, oder in der Wirklichkeit , die wir nicht kennen geschehen wird. Die Hand des Gottes, die das Herbeirufen ist.

Der Wind, an der Freskomalerei ist der Wind. Und Adam nackt mit der Sehnsucht nach dem Gesichtsbild des Gottes.Und wieder der Windsoß und der Mensch welchen der Gott beruft,damit er sich wundern könnte und verwunderte.Ob er dem gerecht sein wird. Der Wind ,sein zarter Hauch, welcher der Anfang der Menschlichkeit gewesen war, hinschlei-

chend zum ersten Atem.Der Wind gibt die Empfindung des offenen und unbegrentzten Raumes.Als ob er den Welltaal durchströmte von einer Ende der Welt zur anderen Ende der Welt. Der Windstoß hörbar in den Gewänden und in den Haaren,welche ihm die Schuld der Dankbarkeit hinter ihm hörig wandernd rückzahlen.

Die Aufgeschlossenheit des Windes verbindet sich mit der Wahrheit dieser Szene.Dieser Wahrheit,welche bedeutet,daß egal was der Mensch tut, egal wo er sich richten wird- immer fortwährend ist er geschöpft.Immer vom Neuen und immer von Neuem. Die Schöpfungsakte ist nicht einmalig,es dauert immerhin weiter. Es klingt aus in den Windstößen und pulsiert in den Schwingungen der Blätter. In diesem unendlichen Werk der Schöpfung kann der Mensch sich vervollkomnen sich umwandeln, sich ändern, er geht weiter. Dieses Weiter ist das Schwierigste.Denn wie soll man dieses richtige Weiter erfahren, welches mit der Wahrheit mitexistiert? Jede Expansion von diesem Weiter hat den Zerfall der Existenz zufolge ,an die Vielzahl der kleinen Umstände.Aber doch in der Winzigkeit haftet die Gesamtheit .

Die Zweifel? Noch etwas detaliertes in dieser Bildszene :der Mensch steht mit Gesicht in Angesicht des Gottes. Mit Angesicht, welchen schon niemand, niemals erblicken würden könnte. Angesichts des Gottes, welches wir nicht kennen, und welcher überall da ist.Und wieder die Gotteshand, einzige Sicherheit an dieser Frescomalerei, welche ruft:

Du wirst dich mit eigener Hand bedienen um das zu versiegeln was verletzt wurde.

Du wirst dich mit eigener Hand bedienen,um die Gaben den einfachen Menschen zu vergeben, über welche sich die Weisen und Philosophen streiten

Du wirst dich mit eigener Hand bedienen um das zu umhüllen, was die Welt zugrunde machen würde:dieser eine Lächeln, dank welchen ein

tausend Jahre würden wie ein Tag sein,

Und der Wind schiebt sich an die linke Freskseit ,dort wo der Gott unter den Engeln Seinen Bild und die Ähnlichkeit zugänglich macht.

Wer war von damals gewesen?

Wer ist Michelangelo von jetzt ?

Reeles Dasein und ideales Dasein.

Förmliches Dasein und wirkliches Dasein.

Wer würde Michelangelo heute gewesen? Würde er weiterhin im Stein verliebt ? Würde er weiterhin um jede Erscheinung seiner Kunst

kämpfen? Ob das Gefühl zum Stein erwidert sein könnte?

Es scheint, daß dem Künstler die Phantasie unnotwendig war, es genuge das Vorhaben selbst. Das Vorhaben umwandelnd in Wirkung.

Und plötzlich hat er sich mit dem Leben mit der Kunst geteilt.Jetzt nur die Kunst könnte einen Vorwand suchen, könnte sich an ihn ähnlich machen lassen, könnte mit seinen Bedürfnissen verkehren, war ihm notwendig gewesen wie der Tag und die Nacht. Aber er mußte keinen etwas beweisen. Eigentliche Bodensatz kam von sich selbst. Der geformte,vollendete, vollkommene. Die Skulptur ist eine Vollkommenheit in sich selbst und kennt kein Gefühl der Unvolkommenheit. Aber doch im Alltag dieses Fehlen hat über ihn hochgeragt wie die Steinblöcke, welche in die Luft eingeschoben würden, wie die ungeschriebene Briefe.Im Stein ist eine Zentripetalkraft da, welche man in die Form verwandeln kann, für die Formgebung, für ein Bild. Die Kraft, die dem Bildhauer sich vermittelt.In dieser Kraft ist manche Überempfindlichkeit da, die eigenartige Subtilität,welche wie ein zartes Voile der an jedes Krümmel seiner Werke geworfen wird. Die Subtilität muß nicht ausschließlich zart, Feinfühlig sein, die Subtilität sei auch brutal.

Die Versuchung existiert immer.Insbesondere in der Schöpfungsakte.

Die Versuchung nach dem zu greifen was unerreichbar ist. Die Versuchung mit dem zu brechen, was von dem Menschen verschleiert ist. Die Versuchung das Schöne auszusprechen.Und sein Aussprechen sei manchmal sündig, sei manchmal unbändig und nichtergeben.

Das Schöne trügt,das Schöne läßt uns in die unbekannte Gebiete aus, von welchen man nicht zurückkehren kann.Irgendwelcher Vorhaben des Künstlers läuft um ein Thema herum.Dieses Thema ist das Zerren an Schönen.Sogar wenn wir die Häßlichkeit veranschaulichen wollen, veranschaulichen wir sie durch das Schöne, sogar wenn wir die Verzweiflung darstellen wollen, veranschaulichte verwandelt die Verzweiflung in unermeßliches Schöne, auch wenn wir den Schmerz entblößen wollen,je größer er ist ,desto näher kommen wir an Wesen des Schönen an. Michelangelo hat die Häßlichkeit des Formlosen zerkrümmelt, um das Schöne in der Formgebung zu hervorheben.Es ist darin eine eigenartige Linearität.Die Vertikale werden nur die Vorhaben.

Heiß oder kalt, niemals lauwarm ,dies ist wie die Verkörperlichung der Relation des Künstlers zur Kunst. Ob er schreien wollte? Geschrei des Steines hört man beim Zusammenstoß des Künstlers mit der Form.

Aber Geschrei ist etwas anderes als Ringen. Das Ringen mit Matterie, mit dem Inhalt, mit der Form. Der Widerstand der Matterie ist das, was inspiriert und beruft zum Leben , weitere Verkörperungen der künstlerischen Vision. Der Widerstand stellt sich entgegen dem ,was unsicher und Unbeständig ist. Die Kunst existiert im Bereich, in welchem alles möglich ist .Diese potentielle Zuvermittlung in den Möglichkeiten und die Gelegenheiten ist die Inspiration und die schöpferische Energie.

Was bildete seine Inspiration? Wovon entstammte sie und wann hat sie ihn heimgesucht? Die Kunst gibt das Glückgefühl, welches manchmal zu Tränen wird. Künstlerische Subjekt ist Objekt unserer Verwunderung von diesem Werk und sich selbst.

Die Kindheit

Wissen von dem, was ersehnt ist.”die Steine, die Felsen, die Pflanzen, wenn sie wie wir reden könnten”. Die Kindheit pflegt in sich eine sonderbare Fähigkeit des Hineinhörens in die Sprache der Natur. In der Kindheit kennen wir die Sprache der Steine, der Pflanzen und der Tiere.Wir können uns mit Feelsen, mit dem See mit dem Baum verständigen.Und der Felsen der Baum und der See kann sich mit uns verständigen.Diese Fähigkeit entströmt aus dem Vertrauen. Aus der Einwilligung.Aus der undemütigen Kindeserwartung.

Ob in den Gärten von Lorenzo de’ Medici ist er der Versuchung der Gespräche mit Jasmin nachgegeben? Vielleicht eben die Jasminblüten haben ihm den Geheimniss der Bildhauerei verraten .Haben sie ihm das Geheimniss des Windes verraten? Deren zarte Blütenblätter haben ihn

feinfühlig an Volumen der Fläche aufmerksam gemacht,daß die Fläche nicht glatt ist, daß sie die Tiefe in sich birgt. Vielleicht deren Melancholie weckte in ihm die Gabe des Ahnung von dessen, was die Matterie verbirgt.Wie soll man also dem Zauber nicht erliegen, diesem entflammten Blütenwettlauf nach jedem Windstoß.Nach jedem Windstoß des Geistes.

Die Freunschaft mit der Prinzessin Contessina, welche ihm die Gedichte vorließ und über ferne Orientländer erzählt hat.Dieser zarte Hauch der Weiblichkeit,einer voller Reinheit, voller Schönheit und Sorglosigkeit.

Ihre hellblaue Kleider mit weißen Sterne-Applikationen .Es existierte zwischen ihnen irgendwelche geheimnissvolle Verständigung .

Nur die Seelen Verabreden sich so zum Stelldichein. „Der Garten hat Sehnsucht nach dir”,”Bei dir fühle ich mich kräftig.Wieso?” An diesen Stelldichein nimmt die Empfindsamkeit und die Phantasie teil.Sie war ein Spiegelbild seiner Träume, seines vibrierenden Innern. DieTräume. Diese unendliche Zahl der Sätze,die nie mehr ausgesagt werden.Diese unendliche Zahl der Antworten, die gar keine Fragen bedürfen.Die Träume kennen keine Verleugnung ,sie fliessen paralell in alle Richtungen,als ob sie unsere persönliche Engeln sein würden. Ist dem Träumer die Wirklichkeit notwendig? Welche denn sind Requisite der Träume? Bickend an sie begann er besser sich zu verstehen. Beim zuhören wie sie ließt entfernte er sich von der Welt seiner Träume.

Vieleicht die Kunst ist die Realisierung des Traumes. Je mehr der Kunstgegenstand dem Traum ähnlich ist ,wird es vielleicht vollendeter sein.Die Träume haben etwas von der Vollkommenheit. Sie entgehen der Ursache und der Folge.Sie stehlen von der Wirklichkeit das, was kostbarste ist -drei Gaben: der Sprache,des Hörens, des Sprechens.

Die Wanderungen ihrer Seelen, woran sind ihre Füße geschritten?

Ist dieser Pfad so eng,daß man da einsam gehen muß?

Der Steinblock mit welchem sich das Gefühl ringt, die Leidenschaft,die Passion.Das Gefühl welchen eine ununterbrochene Trennung ist. Die Leidenschaft,welche das Überschreiten der Grenzen ist.Die Passion,die das Betrachten ist. Der Steinblock der die ungezähmte Überlieferung der Matterie ist,die man zähmen, pflegen,bändigen muß.Wie soll man sich durch die Struktur des Harten durchdringen, wie kann man seine Zartheit deuten, den im Stein lauert sich die Zartheit. Eine von seiner empfindsamsten Abarten.Die Empfindlichkeit darauf, was noch nicht entdeckte, nicht offenbarte, nicht genannte.Die Suche.

Die dauerhafte, ungebeugte Suche nach entsprechender Form, nach entsprechender Schönheit, nach richtiger Sprache. Entsprechender Art, dank welchen zu dem Gespräch zwischen dem Stein und der Luft kommen könnte.

Des Gespräches zwischen zwei Elementen.Denn der Stein ist auch ein Element.

Die Jugend

Die Liebe ist die Rechtfertigung des Mängels. Der Mängel-dieses übermmäßige Willen des Ringen an alles.Dieses Alles verbirgt sich manchmal in einem unscheinbaren Detail.Wir suchen nach Wert oder nach der Metaphysik?

Aber ob die Metaphysik ist nicht ein Wert in sich?

Die Zeichen der Zeit. Die Kommunikationsfähigkeit der Zeichen.

Wir sind Zeugen von dem etwas Unfaßbaren, etwas Geheimnissvollen,

Unbegreiflichen.Die Zeugen einer Zeit,welche existiert,aber deren Existenz wir nicht begründen können.Diese Zeit in der Zeit, welche verblüfft,welche bezeugt,

daß die Kunst sich selbst nach den sich selber bekannten Rechten leitet. Beweisführt? Diese Zeit braucht nichts zu bezeugen.Die Skulptur ist wie das Hineinschleichen von einer anderen Zeit zur Gewohnheitszeit, zur Zeit von der Grenze bis zur Zeit des Alltags.Eine eigenartige Pause in der Zeit.

Die Kontinuierung ist die Zeitlosigkeit,oder der Raum organisiert durch die Skulptur.

Hat er schon irgenwelches Effekt angestrebt? Ob die Schöpfung eine spontane Abart von gleichermaßen spontanen Trauer gewesen war?

Womit sind seine Hände? Diese zwei scheueTiere.Reagieren sie an den Mond oder an die Sonne? Sind sie eine Vorankündigung des Morgengrauens oder der Dämmerung? In welcher Nachtzeit und in welcher Seitengasse des Tages spiegeln sie sich. Diese Hände,welche die schwache Seiten des Steines kennen,kennen sein Nachzögern,Unsicherheit, die leidenschaftliche Gleichgültigkeit.Sie kennen seine Kaprizen, seine Leichtsinnigkeit und die Temperatur.Seiten Vertiefungen und Zeitwege.Die Hände, welche das berühren,was zum Berühren nicht geschöpft ist, so wie sein Körper, welches nur an Stein reagiert hat.Was er fühlte, wenn er seine Gedanke in eine Steinform verwandelt hat. Die Gedanken-die Skulpturen, die Skulpturen - -die Vorstellungen.Die Hände,welche das materialisiert haben,was unmateriell ist. Die Hände,die eine erschreckende Kraft der Schönheit von der uns unbekannten Gebieten weg gestohlen haben.Von den für die menschliche Kondition verbotenen Gebieten .Wenn oder was sie ausgesprochen haben: ihn oder das Ungenannte? Hat ihm die Hand gezittert im Moment als er das Schöne

aussprach? Dieses Schöne, die mit sich befaßt ist, als ob es weder den Künstler noch den Zuschauer brauchte.Es brauchte keinen Zuschauer indem sie sich allein realisiert hat.Der Künstler ist nur ein Werkzeug, nur die Verlängerung der Hand, der Meißel.

Er war arbeitsam, denn nur die Arbeit ist glaubwürdig.Nur der Arbeit kann man sich ganz anvertrauen lassen. Seine Arbeit war wie Ringen der zwei Welten: des geistigen und des materiellen.Seit wann dauert dieser unsichtbare Kampf? Dieser Kampf zwischen der Tiefe und der Oberflächlichkeit. Zwischen der Verführung des Körpers und Befreiung des Geistes.

Der Anfang ist das Gesicht.Aus dem Kontext weg gerissen, befreit von Wirkung der Konventionalität des Moments.Wie soll man an diese Koventionalität verzichten, dieser Folgerung der einer Konventionalität in die andere . Etwas vermuten wir,aber wir befürchten dieses übermenschliche Wissen .Reif werden bedeutet die Distanz an die Wünsche halten.Was solches ist da im Gesicht der Delft-Sibille aus der Sikstinischen Kapelle?

Was ist dies, daß wir von ihr unsere Augen nicht entreißen können?An wen sie schaut.Welche Vorhersage sie betrachtet. Welche der Weltseiten ihr näher sei? Dieses Gesicht weißt mehr von uns. Dieses Gesicht,ist Gesicht der anvertrauten.

In der Hand hält sie ein Zettel, nur sie weiß,was an dem Zettel geschrieben steht.

Vielleicht ist dies etwas,was die weitere Schicksale der Erde anbetrifft, die zukünftige Schicksale der Menschheit. Dieses Blatt in ihren Händen-ist es eine Last, ein Balast, der grausame Verständniss? Das Blatt in ihrer Hand veranschaulicht den Fakt,daß Ihr Wissen,obwohl niedergeschrieben von uns nicht gelesen werden darf.Vielleicht ist es mit einer Sprache geschrieben , die ein Mensch nicht kennenlernen darf.Und der Fuß, welches sie enthüllt, als ob sie dies was irdisch ist fassen wollte,oder vielleicht die irdische Verwünschungen überwunden wollte. Eine Reflexbewegung oder die Fabel? Vielleicht wird sie in einer Weile weg gehen.Vielleicht wird sie nach einer Weile zurückkehren.Um dem Rufen die nächste Etappen des Werdens zu geben.Dieses Rufen ohne Worte,

welches aus ihrem ganzem Körper entströmt. Als ob sie Verständniss zunichte machte, weil Verständniss zu schwierig ist.Vielleicht jedes Fußtapfen ihres Fußes ist eine Voraussagung von dessen,was geschehen wird.Oder mehr noch, eine unverständliche Versprechung,die mit den Wolken verschleiert ist.

Fühlen wir bei ihm das Leitmotiv? Ist in ihm irgendwelche Obsession da. Jeder der großen Künster solle eine Obsession haben.Michelangelo hatte die Obsession des Schönen und der Vollkommenheit. Dieses metaphysische Erbe,welche er von seiner Meistern erlernt hat: von Ficino,Landino,Mirandola. Sie unterscheidet. Sie erzwingt.Sie provoziert. Das ist nicht mehr die Abrechnung mit der Wirklichkeit, das ist die Rückzahlung der Schulden an das Äußerste. Diese metaphysische Schuld mit welcher Jeder zur Welt kommt, um sie in der Mühe mit eigenem ganzen Leben zurückzahlen.

Die Liebe wie dem Atem holen.Wie viele Male war Er verliebt ?Vielleicht niemals.Vielleicht Tomaso Cavalieri? Vielleicht. Er wußte daß die Kunst anspruchsvoll ist,sie duldet niemanden außer sich selbst. Diese Hingabe der Kunst,war grenzenlos gewesen,deshalb hatte er sogar keine Freunde gehabt.Aber er brauchte sie nicht, die Kunst war für ihn der Freund und der Liebhaber gewesen.In der Liebe sind wir ,als ob wir der Wirklichkeit entnommen wurden.Die Wirklichkeit beginnt zu rebellieren und einen Widerstand leisten.Die Wierklichkeit der Liebe geschieht außer unserer Wirklichkeit.Sie gehört zum Land an,wo keine Zeit,- und Raumgrenzen da sind. Herzensraum ist mehrdimensional und multizeitdimensional.Ähnlich wie der Raum der Erinnerung.

Das Bilden und Werken ist wie eine Überfahrt zum anderen Flußufer bei reißendem , stürmischen Wasser.Dieses Element will sich von dem ihm bestimmten Strömung und Flußbett wegzureißen. Deshalb muß man auf alles Gefaßt werden,an die Mühen, an Schmerz,an Leiden,welche vielleich das verwehen,was Geschöpft wurde.Niemal hat man die Sicherheit,ob das, was nach dieser düsteren Mühe hinterblieb ist in ihrem Wesen wertvoll.Man darf nich verzichten. Man solle weiter gehen, gehen gegen sich selbst und den anderen.

Sich Hochheben und Fallen,und nochmals sich Hochheben und fallen um ununterbrochen einem Gesellschaft zu leisten:der Kunst selbst. Kann man dies nur als eine Kunst bezeichnen? Vielleicht hinter der Bezeichnung die Kunst versteckt sich etwas mehr? Diese Bewegung und die Dynamik in einer Weile ruft ein Bild herbei. Ein Punkt in welchem sich das Vorhanen und der Ziel zusammentreffen und verwandelt sich in die künstlerische Vision, in die Volkommenheit der Bedeutungen, in Wiederfinden der Struktur,in die Entdeckung frt Form, in Existenz durch Inhalt. Und schon keine Lapidarität ist imstande zu bedrohen. Die Unerschütterliche in ihrem Verlangen nach unmöglichen Sachen.Die Uner

schütterliche in dem Zersplittern von alles,was unwahr sei. Diese Spiegelsplitter verwunden,und in den mit Blut benetzten Händen ist der Siegel.

Das unerschrockene Stigma der Wahrheit.

Die des Anfangs Beraubte , die Beraubte,aber vielmehr die Beschenkte mit dem Fehlen des Anfanges. Des Anfanges welcher immer an das Ende basiert, und Fehlen des Anfanges,welcher kein Ende hat. Die des Anfanges Beraubten sind irgendwie mehr vollkommen.Sie sind mit der Freiheit jeder Sekunde beschert,die

keine Folgen kennt, die mit der Fälschung der Zeit unbändig ist,dieser merkwürdig-

sten Modalität,welche wurzelt und unsere Mühen und Taten offen macht. Das Auferlegen der Zeit an die Zeit. Diese Gleichgültigkeit in der Leidenschaft. Diese Leidenschaft in der Gleichgültigkeit.In diesem „Etwas” existiert sichere „seit Ewig”.Dieses „Etwas” spricht irgendwie :warte,warte an deinen Gesicht. Warte,

warte an sich.In dem was Zukünftig sei findest du deine verlorene Vergangenheit.

Aber die Vergangenheit ist nur ein Riß an Davids Finger geworden.

Die Welt schmerzt,obwohl sie weiß darüber nicht.Seine Skulpturen heilen,obwohl sie wissen darüber nichts.Wir sind jemand anderer,welchen wir nicht kennen.

Die Zeichnung, obwohl figurativ,stellt etwas anderes dar.Seine Sonette vestecken die unabgelesene Sinnbedeutungen. Als ob die Wirlichkeit sich von ihrem Bildniss abtrennen würde,bildend die Lücken und lichte Weiten, durch welche die Kunst gelangt. Wem fällt das Verständniss der Dinge? Wer kann aus dem Befreiten das

Wissen zu schöpfen? Beim Umgang mit der Kunst erobern wir nicht soviel die Wissenschaft,vielmehr sich selbst. Wir realsieren der geheime Plan des Weltaals.

Das Plan, in welchem das,was unerreichbare kann fUur eine Weile uns beschert werden.

Wo also die Scöpfung führt?

Ob wir mit jedem Werk anders werden?

Die Anerkennung des Körpers als eines Aussagemittels.Der Körper ist ein Vorhang, hiner welchem die geheimnissvolle Kräfte der Natur tätig werden.Die Körperlichkeit,welcher er als Künstler wollte, und die Körperlichkeit,welche er als

der Mensch abgelehnt habe.Der Körper als ein Aussagemittel dies ist die Definition der Bühnengerechtigkeit.Sind denn seine Sculpturen, Fresken theatralisch? Die Definitionen sind darum,um denen zu verneinen,um an ihre zweite Seite durchdringen können,diese verblüffende und nicht entdeckte, um sich denen entgegenzustellen,deshalb seine Sculpturen überschreiten außerhalb Theater,

sie sind irgendwie ein Teil von uns,dieses Teil,über welchen wir am wenigsten wissen. Die Körperlosigkeit verwickelt in die Körperlichkeit.Die Körperlichkeit verwickelt in die Körperlosigkeit.Welche Mühe ist mehr zu ertragen? Für welche

der Mühen verzichten wir an uns? Und verzichtend rückgewinnen wir richtig?

Die Körperlichkeit.Kann sie sich vor Täuschungen wehren? Ob sie mehr betreffen kann,oder darstellen? Die Auseinandersetzung mit sich selbst.Verständniss zwischen dem Handelnden und dem Behandelten.Unsere Sehkraft ist eroberungs-

gierig,verlangt nach jedem Detail,nach jeder Nuanze,nach jeder Sekunde. Dieses Blick spricht: gewöhne dich nicht zu Bedeutungen,zu den Relationen mit den Kontexten.Sei außerhalb den Bedeutungen und außerhalb der Kontexte.

Kann eine Sculpturfläche zu einer Karte werden? Von der Stelle A bis zur Stelle B sind alle Theorien für das Untejochen der Liebe und des Haßes da.Alle mögliche Räume,Matterien und Zeiten.Von-bis, in welchen die Berührung entstehen soll.

Von-bis,in welchen die Berührung noch notwedig sei.Dort wo unsere Gedanken durchdringen existiert das Blau des Feuers und das Blau der Wiese. Dort wo

unsere Gedanken durchdringen ist die Ungehorsamkeit als Freiheit genannt.

Dort wo unsere Gedanken sich mit den Gedanken der geliebten Person treffen ist ununterbrochenes Regen.Goldene Regentropfen. Hast du einen goldenen Regenschirm? Das Gold der Alchimisten oder anderen Reinassance-Scharlatane

schüttet sich zwischen den Fingern durch, wie der steinere Staub.

Der Stein ist kein Gras,der Stein ist keine Wiese,aber es ist ein Teil der Natur.

Vielleicht dieses empfindsamste und zarteste.Das gewaltigste und wildeste.

Der Natur zu vertrauen, bedeutet der Zeit zu vertrauen. Dem Stein zu vertrauen das ist die Hoffnung wiederzufinden.Wer würdest du sein,wenn nicht der Stein.

Diese unfaßbare,unsichtbare Gabe.Vielleicht derselbe Stein,auf welchem jemanden Fuß geschritten hat. Der Fuß von jemanden,der liebte. Der Fuß von jemanden,der im Gebet vertieft war.Diese Füße die zu etwas sich beeiligten.

Zu was-wer enträtselt das? Diese Füße die zu etwas gelaufen haben,was mit dem Zittern der Wahrheit durchdringt. Die Vision von etwas, was unerreichbar ist.

Aber liegt uns daran an der Geschichte dieses Steines? Vielleicht diese Geschichte hat einen unzertrennbaren Bündniss mit uns.Vielleicht die Umformulierung der Zufälligkeit des Blockes in solche und nicht andere Notwendigkeit der Sculptur war nicht zufällig gewesen.

„Nichts der beste Meister zu denken vermag

außer dem,was schon im Marmor ruht”

Wer entscheidet über die Sculptur: der Bildhauer oder der Stein?

Denn ob zufälig sind die leicht nach oben gebogene Davids Mundwinkel?

Denn sind sie nicht solche um jemanden zu bezaubern.

Mit dem Licht erfüllen welches intern und unausschöpflich ist.

Dieses Licht,welches von allem durchsickert,was einst seine Hand berühren hat.

Die Sehnsucht nach Idealen . Die Sensucht nach Kunstwerk .Die Sensucht nach Wahrheit der Aussage.Sehnsucht haben ist mit sich selbst ringen. Das ist ein ununterbrochenes Ringen mit den Hindernissen des eigenen Charakters.Eigene

Eitelkeit und Äußeres zu demütigen.Sich selbst zur Gegenstandsrolle in den Händen von etwas Großemn herabsetzen.Und sogar nicht wissen, womit ist das.

In dieser Unwissenheit bleiben ,um noch mehr demütig zu werden.Und von dieser Demütigung die Kraft zum nächsten Werk schöpfen, an nächste Mühe der Schöpfung. Manchmal das, was wertvollste in der Kunst ist entsteht in der Knie-

beugung.So nahe der Erde,daß wir ihren Atem hören.Eben in diesem Atem kann man die Rhytmen der Welt und der Weltalls hören. Eben dieser Atem ordnet die Bewegungen der Meißel ,oder die Bewegungen der Schreibfeder am Papier.

Ob er vom Stein gelernt hat? Und was kann man vom Stein erlernen? Das ist sein Geheimniss.Sein rascher Weg , an welchem keiner schreiten kann. Keiner so wie er kann den Morgengrauen oder die Abenddämmerung antreffen. Morgengrauen in welchem er die weitere Schicksale seiner Helden aus Fresken merkt,und die

Abenddämmerung in welchen er den Umriss der gebeugten Oberschenkel sieht. Ein Schüler des Steines zu sein-das Schweigen zur Rede machen.

Die weittragendste Rede in der Geschichte.Ein Schüler des Steines werden, der Stille nicht stören. In ihr eine nächste Stille bildhauern, und noch eine bis eine Leere entsteht ,in welcher weder die Zeit noch der Raum nicht mehr notwendig werden. Sich mit dem Stein zusammenschmelzen das heißt die Probe unterneh-

men bis zur Ende ausdauern.

Ein Schüler des Steines zu sein bedeutet

Umkehren

Sich selber schaffen und das was ich herrenlos schaffe für etwas was merkt, was noch nicht da ist

Unterliegen

Ein einziger sein,der mit der Form nicht abgebildet ist

Verzichten

Die in der Nacht an gegenüberliegendem Flußufer hineingetauchte Lichter zählen

Genügen

Berühren und nochmals behrühren etwas was nicht da ist

Und jedoch ist er die Ahnung . Gedämpftes und wachsames Umkreisen der Themen.Unbemerkbares,welche nur die Empfindsamkeit ergreifen kann, herbei-

rufen, die Qualität geben. Ein Künstler zu werden,das ist Aufhören ,nachahmen,

das man ist,wer man nicht ist.In sich die Hochmütigkeit,die Eitelkeit ,den Ehrgeiz durchbrechen lassen,um niemand zu werden,um die Kunst zu jemanden werden lassen. Jemanden,der mehr antastbar ist als der Künstler selbst. Dieses sich selbst Vermitteln der Kunst. Dieses Übergießen von sich ins Werk. Aber nicht anonym.

Diese lange Nacht als Michelangelo wahnsinnig seinen Vornamen und Namen an der Vatikan-Pieta bildhauerte.Das Fieber dieser Tat strahlt aus den eingeritzten Buchstaben heraus. In diesen Buchstaben ist ganzes Gefühl zur Kunst enthalten. Diese Tat, so menschlich, und gleichzeitig Versinnlichbildend darstellt welchen Wert für ihn das gehabt habe, was er geschöpft hat. Als ob er wüßte und kannte das Land von welchem er stammte. Dieses Land unbetastet mit einer Menschen-

hand. Diese außermenschliche Offenbarung der ersten Ursache.

Aus dem Fehlen und der Not ein Bruchteil der Weile bildhauern, die beeindruckt, dabei hart sein und den Schmerz nicht empfinden. An dem rauhen und unzugäng-

lichen Fragment eigene Wahrheit einritzen, die erschreckend ist. Diese Wahrheit zermürbt jedes Stein.Und ob irgendwann die Freude einen Zugang zum Stein hat? Die Nacht in welcher Michelangelo seinen David bewachte,war die Nacht des Erschreckens, aber auch der Begeisterung mit dem Schönen. Der Kampf des Unbegrentzten um seinen Platz in der begrentzten Welt. Die erstarrende Umrisse in der Abenddämerung,die nach unten sanft fallen, wie die Sonne am Untergang.

Dieser Streit,welches ein Flüstern zwischen der Formgebung und der Luft ist.

Dieser metaphysische Streit um die Macht über den Raum. Diese kennzeichende

Zeitablehnung um eigene Zeit zu vermitteln. Das Überwinden von dessen, was überflüssig ist,um die Bedeutung und Wert dem zu räumen was an Bedeutungen wert ist.

Das Marmor ist hörig; weiß,daß nur unter den Händen des Künstlers wird es seine zukünftige Verkörperung erreichen. Welche dieser Verkörperungen einen Weg zur Erkentniss eigener Natur ist.Welche dem sein wird, die ihm die Stimme erteilt und er wird sein unendliches Gespräch mit der Welt beginnen können.In diesem Gespräch ist der Gemachte und der Machende, der Gezeigte und der Zeigende da.

Die Proportionenrechnungen,die sich an die Berechnung des Schönen umsetzen.

Aber ob das Schöne Berechnungsmöglich ist? Ist jemand da,der alle Schneeflocken berechnen könnte,oder alle Sandkörnchen an der Wüste? Unberechenbar und ohne Gesicht,versteckt seinen Antlitz,denn es weißt,daß keiner, kein Mensch ihm gleich gewachsen sein kann.Sogar wenn seine Sculptu-

ren nur ein Nachhall des Idellen sind,so sind sie nicht die Wiederspiegelung.In der Wiederspiegelung versteckt sich eine Falschheit, seine Sculpturen sind gerecht.

Vielleicht ist dies die Frage der Gebärde.Der Gebärde die vom Ufer des Reelen und Unreelen, des Wirklichen und Unwirklichen ankommt .Die Antworten, die Beantwortungen des Weltalls sind.

Die Gebärden,welche Gebärden des Himmels sind. Manchmal wettlaufen sie mit unseren Vorsagung und Verheimlichung. Die fesselnde Gebärden, die befreiende Gebärden,die bettelnde Gebärden.Manchmal ergreifen sie uns wie eine Welle der warmen Luft,diese Zuströmung von der Fläche des beruhigten Ozeans.Manchmal sehen uns zu,damit wir ihre Grenzenlosigkeit empfinden können. Haben wir ihnen so anvertraut um sie richtig abzulesen.Die geheimnisvolle Gebärden,die erinnern sich um sie über den Fluß der Bedeutungen bis zur Kundgebung herbeiführen.

Aber in der Kundgebung existiert Bedürfniss der nächsten Kundgebung.

„Die Nacht,die du siehst in süßer Hülle

ist von dem Engel gehauen im Stein

sie lebe,wenn sie so schlaftrunken kann sein

willst du nicht glauben,dann weck’sie und höre”

Das was der Stein nicht gesagt hat, haben seine Gedichte gesagt.

Die Schlaflosigkeit ist Verbündete der Schöpfung,dieses geheimnisvolle Weg-

schleichen vom Schlaf und Nachfolgen der Nacht. Die Nacht ist ein Geflüster

der Stille.Sie ist ein Komma in einem unausgesprochenem Satz. Welches Stern

begleitet dieser Nacht? Wer die Sterne nicht versteht,wird seinen Platz an der Erde nicht verstehen können.Wer hat die Sparche der Sterne nicht erlernt,wird niemals die Wahrheit hören können.Wer weiß nicht,daß die Sterne die Wunden des Himmels sind,wird niemals die eigene Wunde heilen können.O Nacht,du bis diesen Notwendig,welche nicht leugnen,diesen, die verbannt sind,diesen die allein sind.

Das war in der Nacht.Ich habe mein Herzklopfen gehört.Ohne sich aus dem Platz zu bewegen,sah ich, wie ich aus dem Hause weggehe,dann gehe einem Feldweg entlang,dann durch den Wald,bis ich zu einer Hölle eintreffe, in welcher die Sklaven Tag und Nacht den Felsen hauen. Wie habe ich mich gewundert, wenn ich erblickte,daß sie es im meinem Herzenschlagrhytmus hauen. Als ich wach wurde hat mich ein merkwürdiges Gefühl ergriffen, daß ich das Herz außer mir, irgendwo an einer entlegenen Stelle habe.

Die Nacht ist ein Geflüster der Stille.

Eine idelle Schöpfungsregel : das Vorhaben geht eigenen Gedanken voran.

Das Wissen des Spiegels wird bestraft : suchen und nicht finden.Nicht suchen und finden. Das Hauen der Tunnels in dem Block der Nacht.Nacht. Des schimmernden Innenraumes,welches wie eine schwarze Perle glänzend ist. Die Geschwindigkeit,

die sich selber vorbei bewegt .Diese Perle ist glatt, in jeder Weile kann sie aus der Hand weggleiten.Sie kann unserer Achtung entlaufen.Deshalb die Aufmerksamkeit und nochmals Aufmerksamkeit, kein Abbiegen aus dem Wege.Die Aufmerksam-

keit,welche teilt und addiert,verbindet und vorausahnt.Die Korrespondenz der Details.Die Situationen bedienen sich mit den sich bekannten Griffen,der Künstler muß sie Durchschauen, Veranschaulichen,Überwinden,denen gerecht werden.

Die Zeit ist mehr abergläubisch als wir selbst. Die Zeit stimmt überein für Aberglauben der Weile.Die Zeit? Vielleicht für ein Kunstwerk die Zeit existiert nicht.

Diese Hände tauchen von der Außenseite der Zeit. Dieses Lächeln erscheint ohne zur vergangenen,zur aktuellen oder zukünftigen Zeit zu gehören.Es dauert.

Sie dauern.Die Schöpfung ist ein Spiel mit der Zeit. Dieses Angreifen seiner

Aberglauben und der schemaartigen Manieren.Sind diese Mundwinkel im Lächeln vertieft ,oder beunruhigt mit irgendwelchem Später? Wissen diese Arme,daß sie einen Kampf mit dem Vorübergehen führen? Bedenken diese Handgelenke,daß sie Raum an zeitloses und unzeitloses teilen?

Die Sculpturen:sind sie ein Schweigen oder eine Stille? Wieviel teilt sie von dem ersten Wort? Vielleicht haben sie schon alles gesagt.Sie beugen sich unter der Last des Ausgesprochenen. Pieta spricht das aus,was heilig ist. Aber ob Sacrum sich aussprechen läßt? Pieta -die Kundgebung des Tragismus,der Verzweiflung,

des Dramas,und alles das in der menschlichen Gestalt.In diesem ratlos hoffnungs-

losen Erwartung an die Antwort, wer hat uns diese Erwartung angelernt? Vielleicht der Himmel.Wer hat in die Stille das Schweigen eingeflochten? Wer erzählt der Stille die Stille? Diese Stille zerrissen in die Hälfte wie ein Papierblatt,an welchem die Worte geschrieben sind: schweige! schweige!.Das ist kein Befehl,das ist die Methode für überstehen. Eine Stille kommt der anderen Stille nach,die nächste Stille schiebt sich geräuschlos in die nächste Stille hnein.Diese Stille der Stille-die Skala unserer Befürchtungen und der Empfindsamkeit.Diese Stille bildet eigene unerreichbare Perspektive.

Und wieder entsteht ein Bild.Ein Bild im Gemüt ,im Herzen,in den Händen. Möge man dem Unausgesprochenem nacheilen,möge man von der richtigen Stelle beginnen.Die Kunst hat keinen Anfang.Immer beginnt sie in einem Raumpunkt,

Gedankenpunkt,Zeitpunkt. Dieser Punkt ist der Wichtigste. Er entscheidet daran, ob das Werk richtig, angemessen, voll sein wird.

Schöpfend muß man über Anfang und auch über Ende vergessen.Vergessen das heißt noch immer sich an etwas erinnern. Schöpfend sind wir dazwischen.

Und wieder entsteht ein Bild.Eine leere Fläche an welcher alles geschehen kann.

Diese Kraft der Bewilligung für die unfaßbare Dinge.

Und der Stein wieder seines, als ob er spreche:

Auferstehe mich,vertraue mir aufs Neue,siehe in mir das, was weggeworfen ist,

beginne nochmals vom Neuen,heile meine Form,daß sie mehr verständlich und Zugänglich sei, daß sie ein Schluchzehn ,welches wir verstecken wird,um sich mit dem Element anzufreunden,um das Ungewisse anzunehmen,um wieder von Neuem um die Vergebung zu bitten,um vom Neuen einen geheimnisvollen Antlitz zu suchen, lasse nicht, das das Licht von meinem Atem weggeht, gestatte nicht, daß ich vergesse,wer ich bin.

Seine Sculptren, wie die Buchstaben von großem Aphabet der Gemütsbewegung.

Womit sind diese Gemütsbewegungen:? Zerstreut wie die Brotkrümmchen gesammet durch die Vögel.Vielleicht sind sie eine Sprache der unsichtbaren Welt,welches nahe uns liegt,so nahe,daß an der Reichweite der Hand,und welches wir nicht merken können. Nicht fühlen können . Merken. Aber merken würde bedeuten alle unnotwendige Ereignisse zur Seite schieben ,dennoch so sehr legen wir unseren Meßstab an .Das Fatum geht nicht unbedingt mit eigenen Wegen,

vielleicht ist irgenwo tief im Künster verborgen.

Die Kunst von Michalangelo ist voll von Sklaven und Engeln.

Der Sklaven-um vom Sichtspunkt dies nicht verlieren, was naheliegendste

der Erde ist.

Der Engel-um mindestens einen Schatten der Hoffnung haben, daß der Himmel irgendwo nahe liegt.

Die Sklaven- um das zu umfassen,was sich ereignen kann,wenn wir nichts erwarten.

Existiert irgendwelche Relation zwischen den Sklaven und den Engeln?

Die Schöpfung von Sonne und Mond. Die Sonne kannst du sein, der Mond werde ich sein. Oder vielleicht umgekehrt?.Diese große Ausbrüche in uns, wenn wir physisches empfinden wie neue Weltalls entstehen,neue Planeten, neue Sterne.

Wenn wir Atem des Weltalls an der Wange fühlen.Wenn die Kälte der unerreichten Entfernungen uns vom Kopf bis Fuß durchdringt.Großer Ausbruch dauert weiterhin,immerhin betrifft es uns.Immer wieder nehmen wir Teil an Geburt des Weltalls. In der Sikstinischen Kapelle der Gott beruft zur Existenz die Mühe der Sonne, das Geheimniss des Mondes.An der linken Seite der Mond, an der rechten die Sonne.

In einem Moment stehen Wesen neben sich,um weiter an eigene Seite zu wandern.Der Mond geht weg, um Vollmond und Leere zu werden, die Sonne um den Wert der Morgengrauen und der Abenddämmerungen zu vertiefen.

Haben sie die Erinnerung an sich selbst? Die Distanze ,die sie trennt ist nur die Gottesintention, aber können sie neben sich existieren?

Die Aussonderung ist die Suche nach Detail. Das Anvertrauen einem Element, von welchem alles beginnt und zu welchen alles strebt. Die Kraft des Details in welchem ganzes Wissen über dem Ganzen enthalten ist. Das Ganze, welches wir mit dem Wissen umfassen versuchen, schimmert in irgend welchem wenig bedeutenden Detail. Schimmert wie der Nägel an David’s Hand. Vielleicht alle Vollkommenheit dieser Sculptur beinhaltet sich in diesem einen Nagel.

In seinem Blick in diese Weltrichtung, wo die Sonne untergeht. Als ob er mit dem Blick seine Bewegung anhalten wollte,um dieser Kampf der nie ein Ende haben sollte. Der Kampf des Schönen mit mit der Zeit.Der Kampf des Unausgesproche-

nen mit der Sprache des Unverständnisses. Dieser Detail ist zurückgewonnen aus der Kette der Ursache und Folge.Diese Kleinigkeit, die außerhalb des Wissens liegt.

Diese Kleinigkeit ,die außer dem Wissen ist. Welcher Sonnenuntergang hat er diesmal gesehen? Immer vor dem Kampf,immer vor dem letztendlichen Stoß.Der Kampf wird gewaltsam und gerechtig sein. Wird er nach solchem Klampf gesättigt? Im Davids Körper ist kein Groll,kein Haß oder Empörung.Als ob die Ehrlichkeit und Hochachtung gegenüber des Ereignisses,welches in einem Moment geschehen soll erlaubte ihm nicht an Ausbruch der Emotionen.Dies ist als ob die Erlichkeit gegenüber der Akte des Kampfes stünde. Seine Rechtschaffenheit soll sich nicht nur mit Goliaths Brutalismus messen,aber auch mit der brutalen Notwendigkeit der nach sich folgenden Epochen.Die Ideale Proportionen seines Körpers sind als eine Waage, an welcher das Gute und das Schlechte gemessen werden,das was gerecht ist, das was überflüssig ist, das was wertvoll ist, das was wertlos ist.

Die Frage des Steines, besser als du weiß es wo du bist. Denn eigentlich was ist dieses „hier” wenn nicht irgendwelche Vieldeutigkeit von Erscheinen einer Verbindung des Weges und der Intention,aber die Wege sind änderbar und die Intentionen seien ungenügend und illusorisch. Wie viele Versprechungen,Zusiche-

rungen, Bitten beinhalten sich „hier”. Zerreißt und veranlaßt zur Umkehr.Umkehren bedeutet nicht unbedingt Zurückschreiten .Umkehren das ist mythische Rückkehr zu sich selbst. An sich die Last aller Begebenheiten zu übernehmen ,welche unser Anteil wurden.Annehmen und Rechtfertigen im Namen von sich selbst, im Namen aller Zweifel, im Namen aller Unruhen.Im Namen des Zufalls.Und der Zufall früher oder später wird ein Antlitz seiner Notwendigkeit zeigen, und nicht der Zufälligkeit. Wieviel enthält sich in diesem „Hier”, wenn wir Bewußtsein von einem „dort” haben. „Dort”,welches wir in Vollem und Ganzen umgefaßt haben,in der ganzen

zusammenefaßten Perspektive.”Dort”,welches wir an den Lockmittel eigener Erscheckung gefangen haben.

„Dort”,welches uns in keiner Weile verlassen hat,als zur Erde die Wolken stürtzten.

„Dort”,welches entsteht,wenn der Himmel unser Körper berührt.”Dort”,welches Karte ein Kunstwerk ist.Die Karte ist ungenau,aber zum enträtseln.Wieviel dieser „dort” Michelangelo erkannt hat,wenn jedes seiner Werke solche Karte sei.Die Karte des sehnsüchtg erwarteten Landes,welches wir erst entdecken sollten.

Wenn die Begeisterung existiert,so ist es die Vergessenheit von sich selbst.

Wenn die Liebe existiert,so ist es der Kuß,welches Michelangelo nie eingehauen hat.

Das Bilden das ist paralell das Verzeichnen irgendwelcher Grenzen.Die Grenz-

losigkeit ,welche sich in Grenzen enthält? Wie viele Male hat er an besseres Moment gewartet.Eine Weile, wenn Vorhaben schon weiß, und die Realisierung nur eine zärtliche Genehmigung ist. Die Negationen sind genau und schmerzlos berechnet. Die Negationen,welche im Grunde genommen sich nicht widerstreben

aber wollen die Wunde hervorheben, wollen im Schweren entgegenwirken.

Was verbindet all diese Leugnungen in ein Ganzes.Was sie alle zwingt,das sie an der anderen Seite des Wissens sind,dieses richtigen Wissens. Ob unsereVermu-

tungen genügend sind ?

„Die Meisterschaft erlangt nicht dieser,

der zuerst die Kunst und Lebensgrenzen

erreichen hat”

Seine Sculptur durchdringt die Poesie durch, als ob am Anfang der Stein wäre.

Das ist irgendwie die Geburt der Poesie im Stein. Das Objektivieren der Poesie. Verleihen an ihr des Ausmasses, die Bestimmung für sie des Tastsinnes.

Die Wachsamkeit einer jeden Sekunde. Aber der Tastsinn bertifft die Grenzen an.

Ob für den Künstler die Grenzen existieren?

Die Grenze des Feuers,welche er überschreitet, als er alles verläßt

Die Grenze des Wassers,welche er überschreitet,wenn er aufhört der Sprache

zu vertrauen

Die Grenze des Steines,welche er überschreitet ,wenn er in sich die Gedanken zerkrümmert

Die Grenze des Zeit,welche er überschreitet,wenn er sich von ja und du befreit

Die Grenze des Raumes,welche er überschreitet wenn er das eine ununterbrochene Du hört

Von jeder Stelle ragt zu ihm die durchdringende, irreführende und niemandem gehörende Stimme: du verstehst nichts, du verstehst nichts.Aber er wollte verstehen.Denn was ist ein Verständniss, wenn nicht ein Bewußtsein der Unmöglichkeit des Vestehens. Ein Bewußtsein die Grenzen zu erreichen, von welchen manchmal keine Rückkehr mehr da ist, und wenn doch-dann mit einem andern Antlitz.Der Wille des Verstehens ist die beflügelte Version der fehlenden Demut. Jedoch Schöpfen ohne Demut ist nicht möglich.Ohne empfundener Bestrebung, der ununterbrochenen Bestrebung zur Volllkommenhit.Das Bilden im Bewußtsein des Verständnisses hatte keinen Sinn gehabt. Das Verstehen wurde wie ein Punkt vor einem Satz sein, welches noch nicht geschrieben ist.

Er wußte doch, daß nur die Eselin den Engel gesehen hat. Diese Worte von Savonarola waren ihm so nahe und bekannt gewesen. Er,der den Zugang zu der Welt hatte, zu welchem die menschliche Sinne keinen Eintritt gehabt haben.

Er, der die Sprache des Übernatürlichen an die menschliche Sprache übersetzt hat.Du verstehst nichts, du verstehst nichts ließ er in menschlichen Gebärden, Blicken, Lächeln ab. Du verstehst nichts.Ob wirklich diese Menschen über ihn einen Vorrang des Veständnisses gehabt haben dieser irdische Vorrang in welchem ein Spiel der Kräfte illusorisch und falsch ist. Man kann verstehen in welcher Art und Weise, und weshalb die Wolken entstehen, aber man kann nicht verstehen, wieso sie solche, und nicht andere Gestalten annehmen.

Wir werden nie verstehen, in welcher Art und Weise das Kunstwerk entsteht. Wir werden nie verstehen, aus welcher Teil der Seele dies zu unserer Welt ankommt, und von welchen der Welte es ein Abbild ist.Welche Mechanismen bewegen den Künstler,daß er ein Vermittler zwischen dem Unsichtsbaren und Sichtbaren ist, zwischen dem Unausgesprochenem und ausgesprochenem, zwischen der Erde und dem Himmel. Welchen Preis zahlt er für diese Vernittlung? Der Künstler ist wie

eine Brücke des s, an welchen die Wolken strömen-verschleiert.

Verhüllte Inhalt und paralell gestohlene.Ohne Wunder wenn dies Hermes, der Gott der Stehler die einst erdacht hat.Die große Künstler sind große Stehler.In welcher Relation bleibt der Künstler mit eigenem Werk. Gehen die Werke weg. Bleiben sie dem treu,der sie geschöpft hat die Zeit des Kunstwerkes erfüllt ein Geheimniss.

Geheimniss.deren Kraft und Stärke ist manchmal nicht zum äußern.

Alle Kommentare sind die Kommentare der Kommentare,aber nicht die richtige Interpretierung.Die Kunst,so wie die Liebe ist ein Geheimniss,welches eifersüchtiges Himmel bewahrt.

Und wir erbetten,das es für eine Weile toleranzvoll würde, daß es zu sprachlosen Zustimmung kommen würde, um entsprechend mindestens mit einem Vers, mindestens mit einer Gebärde der Sculptur, oder mindestens einer Farbe der Freskomalerei sein wird .

Im Bildniss des Sieges ist eine Beschwörung vesteckt. Die Beschwörung ,welche nur der Stein schützen darf, wenn man diese Sculptur betrachtet sieht man den Siegevollen und den Besiegten.Wer von ihnen erster war?Wer wem mehr notwendig gewesen war? Wer wird jemanden die Niederlage oder Sieg Prophezeien? Was sehen wir,wenn wir gemeinsam mit der Sculptur Empfinden?

Die überwiegende Zärtlichkeit über der Kraft,als ob das, was wichtigste ist die Sprache der Subtilen wäre.Der Sieg ist diese gleichgültige Kopfbewegung ,als ob wir hinter uns blickten.Das Vergangene, welche „jetzt” gebildet hat, das Vergan-

gene welche ohne Emotionen und ohne einer Probe der Betrachtung vergegen-

wärtigt wird, als ob das, was uns betroffen hat,uns nicht mehr erreichen kann.

Es betrifft schon nicht mehr betreffend zu sein .Nicht wir urteilen den Sieg,

denn der Sieg urteilt uns. Es findet uns in einem geringst unerwarteten Moment:

in der Sorglosigkeit,im Schmerz,in Not im Bedauern,im Zorn, in der Gleichültigkeit.

Der Sieg ist keine Situation, es ist das Empfinden des Sieges über Matterie.Des Sieges Uuber die Wissenschaft, die den Menschen versklavt .Dieses Wissen diese stümperhafte Maskerade der Begriffe,die Efektvolle Equilibristik mit Illusionen,welche die Wände gebaut hat und die Mauern aus Ratio und das Fühlen von der Intelligenz getrent hat,die Intelligenz von der Einbildungskraft, die Einbildungskraft von der Inituition, die Inituition von der Seele.Die Wissenschaft, die den Geist todhetzt, denn ob ihre Denkarten zu richtigen Antworten führen?

Die Wissenschaft ist wie ein Labyrinth,in welchem zu viele Ausgänge existieren, um zu wissen ,ob wir den richtigen gewählt haben. Die Negation des Wissens erlaubt an die Wiedergewinnung der Vorstellungskraft und der Inituition. Der Vorstellungskraft um neue Welten auferstehen lassen.Der Inituition um sich an der Karte der neuen Welten bewegen zu können.Wie oft muß man sich eigenen Sieg klar machen? Inwieweit können wir ihn Verstehen und klug leiten.Der Sieg des Geistes über dem Körper, der Vortstellungskraft über dem Verstand, der Zartheit über Gewalt.Vielleicht endlich werden wir uns mit der Wirklichkeit auseinander-

setzen,die versucht uns zu vertreten und nennt dies als Schicksal oder ein Fatum.Im menschlichen Dasein ist etwas dramatisches da, aber eben in diesem Dramatismus versteckt sich die ganze Schönheit dieser Welt.

Dem Sieg des Michelangelos ging das Ringen voraus nicht nur mit der Matterie ,

aber auch mit sich selbst .Vielleicht wichtigste Sieg ist der Sieg über sich selbst.

„Was lerne ich von deinem Gesichtszauber in Maßen,

möge meschliches Gedanke gar nicht fassen,

wer will dies erkennen muß vorerst Welt verlassen „

In der irdischen Wirklichkeit hat er vielleicht eine Niederlage erlebt, die er lernen muß zu ertragen.

In der himmlischen Wirklichkeit ist es ein Triumph,welches er lernen muß zu verstehen

EWA SONNENBERG